• KIESSLING - Case Study
  • KIESSLING - Mobile IT-Geräte in der Logistik

KIESSLING: Ein System ohne Bruch

Wie die Gefahrgutlogistik von Einheitlichkeit und Mobilität profitiert

Mobilität ist in der Logistik heute eine Selbstverständlichkeit. Die eigene IT unabhängig von Ort und Zeit zu machen, ist für viele Unternehmen dennoch eine große Herausforderung. Die Kiessling Spedition hat es jetzt mit robusten Tablets erreicht, ihre Kommissionierung und Einlagerungsstrategien durchgängig digital mobil zu gestalten.

Die inhabergeführte und bei Regensburg ansässige Kiessling Spedition ist Teil eines europaweiten Transport-Netzwerks mit 75 Stützpunkten in Europa und 3.000 täglich eingesetzten Fahrzeugen. Einen sehr guten Ruf hat sich Kiessling als Gefahrgut-Logistiker erarbeitet. Nahezu alle VCI Klassen lagern und transportieren die Experten aus Regenstauf. Für die Lagerung verfügen sie über 17.000 Paletten-Stellplätze, dazu Gaskabinette für Gase und speziell geschützte Lager für brennbare Flüssigkeiten. Vor allem Pharma- und Chemie-Unternehmen setzen auf die Erfahrung und den Service von Kiessling.


Gefahrstofflagerung – ein anspruchsvolles GeschÄft

Allerdings ist das Lagern von Gefahrstoffen eine sehr komplexe Aufgabe. Die Anforderungen sind extrem hoch und werden häufig aktualisiert. Alleine die Festlegung der gestatteten Kombinationen, welche unterschiedlichen Stoffe in jeweils einem Brandabschnitt zusammengelagert werden dürfen, erschwert die Planung ungemein. Die eingelagerten IBC-Container (Intermediate Bulk Container) müssen auf ihre einwandfreie Funktion hin überprüft werden, sprich: jeder Container hat ein eigenes Prüfdatum. Bei Kiessling gibt es außerdem noch ein sehr ausgeprägtes Saisongeschäft, da viele Pflanzenschutzmittel gelagert werden. Parallel werden andere Materialien bis zu einem Jahr hier zwischengelagert – schnelllebiges und langfristiges Geschäft überlagern sich dauernd.

Bei Kiessling waren dies einige der Gründe, über eine wirklich mobile IT-Infrastruktur nachzudenken. Auf dem gesamten Firmengelände und bei Transporten soll Zugriff auf das firmeneigene Netzwerk mit allen Daten und Informationen möglich sein. Die Verfügbarkeit der Daten sollte dafür über WLAN und VPN sichergestellt werden. Solche Anforderungen an die Infrastruktur an sich noch nichts Ungewöhnliches. Schwieriger gestaltete sich der Datenzugriff von unterwegs. Normale Notebooks oder Tablet PCs erwiesen sich als sehr störanfällig und gerade im Außeneinsatz, bei Wind und Wetter, versagen diese Consumer-Geräte oft ihren Dienst. Sie sind weder gegen Regen und Schnee, noch gegen Stürze oder niedrige Temperaturen geschützt. Selbst bei strahlendem Sonnenschein stoßen diese Geräte mit ihren normalen Displaytechnologien schnell an ihre Grenzen.

 

MobilitÄt geht nur robust

Kiessling sondierte deshalb das Angebot robuster Geräte. Die Wahl fiel auf das Fieldbook B1 von LOGIC INSTRUMENT, einem der führenden Hersteller robuster Tablets. Neben entsprechender qualitativer Verarbeitung und Robustheit verfügt das Modell über ein sonnenlichtlesbares 10“ Display mit FieldView-Technologie, GPS, Bluetooth, WiFi und 4G LTE. Ein weiteres wichtiges Argument neben der Robustheit war für die IT Leitung der Kiessling Spedition ein Windows-Betriebssystem, um die Integration in bestehende Strukturen möglichst einfach zu gestalten. Da der zentrale Verzeichnisdienst mit den bestehenden Gruppen- und Sicherheitsrichtlinien übernommen werden konnte, war auch das Zugriffs- und Berechtigungskonzept einheitlich implementierbar.

Die Fieldbooks wurden an passende Fahrzeughalterungen in den Flurförderfahrzeugen installiert, die neben der Stromversorgung auch einen optimalen Zugriff auf das Gerät ermöglichen. Ein mit dem Tablet gekoppelter Funkscanner wird für das Einlesen der Barcodes an den Gütern und Regalen genutzt. So können die Mitarbeiter von Kiessling viele Prozessschritte auch in einigen Metern Entfernung zum Fieldbook erledigen.

 

Von der belegbasierten Kommissionierung zum IT-gestÜtzten System

Dank dieser Kombination machte Kiessling einen kleinen Evolutionssprung. Die alte belegbasierte Kommissionierung wurde abgelöst. Mit dem datenbankgestützten System lassen sich alle Einzelschritte planen und dokumentieren – vom Transit über das Verladen bis zum Einlagerungsplatz. Alle Fahr- und Transportpläne sind für alle Mitarbeiter einsehbar. Das System ist so in der Lage, dem Mitarbeiter vor Ort Einlagerungsstrategien für die Gefahrgüter vorzuschlagen, die konform mit den Gesetzen und Vorschriften sind. Bei jedem IBC-Container ist die EAN-Nummer mit dem Prüfdatum gekoppelt. So weiß der Mitarbeiter selbst zwischen den Lagerreihen, welche Container er wie und wie lange einsetzen kann. Die Schulungen für das neue IT-System erfolgten schon im Voraus, die Umstellung auf die Touch-Steuerung lief im Einsatz problemlos.

„Die Fieldbooks haben sich in der täglichen Praxis bewährt“, so das Fazit von Richard Schrott, der für das Projekt verantwortlich war. Viele Prozesse konnten einfacher und dadurch erheblich effizienter gestaltet werden. Die Schulung neuer Mitarbeiter macht Spaß, da das System sowohl unterschiedliche Schriftgrößen als auch über Unicode zum Beispiel osteuropäische Zeichensätze unterstützt. Die Mitarbeiter schätzen die Bildschirmgröße, die Hintergrundbeleuchtung und die verbesserte Informationsanzeige gegenüber kleineren Handscannern.

„Unsere Erwartungen und Zielsetzungen wurden alle erfüllt“, zeigt Herr Schrott sich zufrieden. Im Unternehmen wird derzeit diskutiert, ob die Be- und Entladekontrollen beim internationalen Speditionsgeschäft ebenfalls über Fieldbooks optimiert werden können. „Durch einheitliche Systeme können wir einen Mehrwert schaffen – und davon profitieren unsere Kunden“, lautet die Strategie von Kiessling.

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