• Robuste IT im mobilen Forst-Einsatz
  • Robuste Tablets in Forst- und Landwirtschaft

Anwendungsmöglichkeiten für mobile Computing in der Forstwirtschaft

Er ist einer der ältesten Arbeitsplätze und Bewirtschaftungsräume überhaupt: Der Wald. Mit der moderner IT-Technik bringt man ihn bisher eher selten in Verbindung – dabei bestehen gerade in der Forstwirtschaft vielfältige Einsatzmöglichkeiten für mobile Computing. Allerdings herrschen im Forst für IT-Geräte erschwerte Bedingungen: Die Technik ist Wind und Wetter, Stößen und Vibrationen sowie der Arbeit mit schweren Maschinen und harten Materialien ausgesetzt. Förster und Wald-arbeiter können jedoch klassische Aufgaben der Forstwirtschaft längst mobil mit Tablet & Co. erledigen. Sogenannte rugged-Geräte, besonders robuste Computer machen es möglich.

Auf dem rechten Weg bleiben: GPS-Navigation mit einem rugged Tablet

Der Förster ist mit dem Jeep auf Kontrollfahrt, der große Holztransporter müht sich durch den Wald, um die nächste Lieferung abzuholen. Die Wege sind holprig. Der Fahrer und seine Ausrüstung müssen Stöße, Vibrationen und Belastungen aushalten, die Bedingungen zum Navigieren sind unübersichtlich: Gerade hier ist ein zuverlässiges Navigationssystem wünschenswert. Diese Möglichkeit bietet die mobile Technik.

Ob als Tablet, als Notebook oder Smartphone: Dank der stabilen Geräte lassen sich Fahren und richtiges Navigieren mittels GPS nun auch unter den besonderen Bedingungen im Wald vereinbaren. Die mobile Navigation erkennt befahrbare Waldwege, dient der Zielführung im unübersichtlichen Gelände oder zeigt die nächste Wendemöglichkeit für die großen Fahrzeuge an. So ist die Orientierung mit der entsprechenden Technik kein Problem mehr. Ursprünglich entwickelt für den Einsatz im militärischen Bereich, ist die rugged Technik ausgesprochen robust und hält den Beanspruchungen durch die Waldwege allemal stand. Förster und Waldarbeiter sind mit dieser technischen Unterstützung stets in der Lage, zielgenau den nächsten Einsatzort anzupeilen und auch kurzfristig auf geänderte Zielvorgaben zu reagieren.

Besonders hilfreich: das Revier im Westentaschenformat. Der Einsatz von Geoinformationssystemen (GIS) auf den mobilen Geräten ermöglicht zusätzlich die Vermessung und digitale Verwaltung der Raumdaten jedes Territoriums. Die einmal erfassten Daten stehen damit ständig zur Analyse, zur Bearbeitung, zur Planung oder zu Präsentationszwecken digital bereit. Dem Forstwirt stehen so alle wichtigen Geoinformationen über sein Revier immer und überall zur Verfügung.

Für optimalen Überblick: Mobile IT in den Bereichen Baumkontrolle und Bestandsaufnahme

Welche Bäume sind in welcher Zahl vorhanden und in welchem Zustand befinden sie sich? Wie alt sind sie und wie steht es um ihren Wuchs? In welcher Verfassung sind Rinde, Stamm und Krone eines Baums? Welche Schäden richtet der Borkenkäfer an? Liegen Krankheiten oder Schäden durch Blitzeinschläge vor? Die Kontrolle der Bäume und die Übersicht über den Baumbestand im Revier sind zentrale Aufgaben der forstwirtschaftlichen Tätigkeit. Früher wurden für die Dokumentation Fotoapparat, Stift und jede Menge Papier benötigt – diese Zeiten sind vorbei. Mobile Computing bietet für diesen wichtigen Bereich der Forstwirtschaft eine flexible Alles-in-einem-Lösung und ermöglicht so die Einsparung von viel Zeit, Papier – und damit natürlich auch Holz. Dokumentation und Fotoaufnahmen von Baumbestand und -zustand sind dank des mobile Computing immer und überall möglich. Die geknipsten Bilder lassen sich sofort mit den Standortkoordinaten des fotografierten Baums und dem Befund der Kontrolle verknüpfen. Jede Information lässt sich fotografisch wie schriftlich festhalten und digital verwalten, alle Daten zum Revierbestand sind damit stets flexibel und aktuell verfügbar. Die Kontrollen und Bestandsaufnahmen werden so in laufende digitale Prozesse integriert. Ihre zeitliche Koordination wird deutlich vereinfacht, indem bei einem Kontrollvorgang gleich der nächste Kontrolltermin festgelegt und abgespeichert wird. So wird auch die Entwicklung der Bäume und des Bestands einfach, kompakt und übersichtlich über einen längeren Zeitraum dokumentiert.

Als besonders praktisch erweist sich dabei der Einsatz von RFID-Technik (radio-frequency identification). Mittels Lesegerät und Transponder lassen sich die individuellen Daten eines Baums an diesem selbst abspeichern, aktualisieren und ablesen – er erhält so mittels flexibler Technik gewissermaßen seinen eigenen Personalausweis, und die Arbeit des Forstwirts wird merklich erleichtert.

Ortung der Polter per mobile Computing

Die Holzpolter sind überall im Forst verteilt. Den Überblick über den Bestand an gelagertem Holz zu bewahren und die logistische Organisation des Transports können da zu einer Herausforderung werden, die durch Computerunterstützung sehr viel leichter gemanagt werden kann.

Der Überblick über den gelagerten Bestand kann mittels der mobilen Technik stets aktualisiert werden. Der Förster kann jederzeit auf den Bildern in seinem mobilen Gerät nachschauen, welches Holz in welchem Polter vorrätig ist. Er behält somit den Überblick über die gelagerten Holzvorräte und kann potentielle Kunden über die Verfügbarkeit nachgefragter Holzarten informieren.

Die Frage, was wo abgeholt werden kann, ist mittels Verknüpfung von Bildern und Positionsbestimmung auf der digitalen Landkarte leicht zu beantworten. Der Einsatz mobiler Computertechnik erlaubt die exakte Ortung der Lagerstätten und erleichtert damit die Abholung des Holzes – mittels der Koordinaten und der mobilen Navigation findet das Transportunternehmen den Weg zum Polter problemlos. Mit mobiler Lagerverwaltung bleibt außerdem kein Holzdiebstahl unbemerkt, die gespeicherten Fotos aller Bestände dokumentieren jede unerwünschte Veränderung.

IT und Forstwirtschaft – eine ideale Verbindung 

Die Verwendungsmöglichkeiten moderner mobile Computing-Technologien in der Forstwirtschaft sind vielfältig, die Ansprüche an die Geräte sind hoch. Verschiedene Unternehmen haben mittlerweile eine komplette Produktpalette entwickelt, wahlweise mit Android- oder Windows-Betriebssystem. So lässt sich je nach Bedarf des Kunden und für die Integration in die vorhandene IT-Infrastruktur sicherlich eine passende Lösung finden.

Rugged Tablets, Notebooks und Smartphones erleichtern die Arbeit im Wald erheblich. Die Geräte sind in unterschiedlichen Größen und Gewichtsklassen verfügbar. Mittlerweile gibt es selbst robuste Dockingstationen, welche die Befestigung der Geräte in Jeeps und Lastwagen ermöglichen. Ihr spezieller Vorteil: Der Connector zwischen Tablet und Dockingstation ist geschützt gegen das Eindringen von Wasser. Dadurch lassen sich die Geräte selbst in offenen Fahrzeugen bestens unterbringen und bedienen.

Vorteile der robusten Bauweise

Die Bauweise der Geräte sorgt dafür, dass sie auch unter extremen Bedingungen einwandfrei funktionieren. Sie entsprechen gängigen militärischen Standards, sind stoß- und vibrationsfest, besonders gehärtet und schockresistent, wasser- und staubgeschützt, widerstandsfähig gegen extreme Temperaturen und überstehen auch Stürze aus Höhen bis zu 1, 80 m unbeschadet. Die Displays garantieren auch bei Sonneneinstrahlung gute Lesbarkeit. Die SSD-Laufwerke gewährleisten das Funktionieren der Datenverarbeitung im forstwirtschaftlichen Alltag. WLAN und GPS sorgen für ein Maximum an Mobilität in der Arbeit mit den rugged Computern. Bewährt hat sich zudem die Arbeit mit den Geoinformationssystemen, u.a. der Firmen Esri (ArcGIS) und Intergraph (GeoMedia). So wird der Einsatz mobiler IT in der Forstwirtschaft für alle Beteiligten ein echter Gewinn.

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